MUS-E
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MUS-E im Detail

Was ist MUS-E?

Das international verbreitete Programm MUS-E® sensibilisiert Kinder durch die Künste, fördert ihre Kreativität, das Selbstwertgefühl und dadurch die Toleranz. Es wurde initiiert durch den großen Musiker und Humanisten Yehudi Menuhin. Zentrales Anliegen des Programms MUS-E ist die soziale, emotionale und körperliche Sensibilisierung von Schulkindern im Rahmen einer ganzheitlichen Bildung.

MUS-E bringt die Künste in die Schule

Jede Woche kommt eine Künstlerin oder ein Künstler in die Schulklasse und arbeitet zwei Stunden lang mit den Kindern. Dies findet im regulären Unterricht und im Beisein der Lehrperson statt.

Das Projekt dauert normalerweise zwei Jahre. Nach jedem Semester wechselt die Kunstsparte und somit auch der Künstler oder die Künstlerin. So lernen die Kinder vier verschiedene Kunstarten kennen: Sie tanzen, musizieren, malen, modellieren, spielen Theater, schreiben Drehbücher, drehen Filme usw.

Wozu MUS-E?

MUS-E hilft, die Persönlichkeit zu entfalten

Die Kinder lernen, sich etwas zuzutrauen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt und sie erleben, dass die Künste dazu beitragen, sich selbst und die Mitmenschen besser zu verstehen.

MUS-E hilft, Kreativität zu entwickeln

Die Kreativität und Ausdrucksfähigkeit der Kinder wird gefördert. Sie können ohne Leistungsdruck versteckte Fähigkeiten entdecken.

MUS-E integriert und erzieht zu Vielfalt und Toleranz

Die Beschäftigung mit den Künsten trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen und das Klassenklima zu verbessern. Ein wesentlicher Effekt der MUS-E Projekte ist die Integration von Aussenseiter/innen, lernschwachen, fremdsprachigen oder der eigenen Kultur fernen Kindern. Der Zusammenhalt innerhalb der Klasse und die Sozialkompetenz der Kinder werden gestärkt.

MUS-E wirkt nachhaltig

MUS-E Projekte gehen über die klassische Kunstvermittlung hinaus. Sie wirken nachhaltiger, weil sie in den Unterricht eingebaut sind und zwei Jahre dauern.

MUS-E bringt die Künste näher

Nicht zuletzt bringen MUS-E Projekte den Kindern verschiedene Kunstarten näher. Die Kinder einer MUS-E Klasse lernen während des zweijährigen Projekts vier verschiedene Kunstsparten kennen. Da alle Kinder der Klasse einbezogen sind, erfahren auch Kinder aus kunstfernen Familien die fruchtbare und heilsame Wirkung der Beschäftigung mit Kunst.

MUS-E bringt Mehrwert für Lehrpersonen und Kunstschaffende

Die vielfältigen, positiven Wirkungen auf die beteiligten Kinder sind nicht der einzige Vorteil eines MUS-E Projekts. Es bringt auch den beteiligten Lehrpersonen und Kunstschaffenden Vorteile. Die Lehrperson profitiert nicht allein vom verbesserten Klassenklima, sondern lernt die Kinder auch von einer neuen Seite kennen. Oft kommen Talente von Kindern zum Ausdruck, welche von der Lehrperson nie erwartet worden wären. Für die Kunstschaffenden ist die Offenheit oder gar Ungeniertheit sowie unverfälschte Kreativität der Kinder immer wieder ein Gewinn für ihre Arbeit.

Wie entstand MUS-E?

MUS-E ist erprobt

MUS-E gibt es seit über zwei Jahrzehnten in mehr als einem Dutzend Ländern. Über eine Million Kinder haben schon von MUS-E profitiert. MUS-E wird wissenschaftlich begleitet und laufend weiterentwickelt.

Das Programm MUS-E wurde 1993 vom weltberühmten Geigenspieler Yehudi Menuhin in Bern initiiert. Inzwischen wird es in zahlreichen europäischen Ländern und in Israel durchgeführt.

In Liechtenstein gibt es MUS-E Projekte seit 2011. Der Verein MUS-E Liechtenstein wurde 2015 in Vaduz gegründet.

Weiterführende Information

MUS-E Liechtenstein ist in MUS-E Schweiz/Liechtenstein eingebunden. Die Homepage von MUS-E Schweiz/Liechtenstein enthält viele weitere Informationen: > www.mus-e.ch

Sehr informativ ist auch der Internetauftritt von MUS-E Deutschland: > www.mus-e.de

Zum internationalen Netzwerk von MUS-E: > http://mus-e.ch/mus-e/international

Evaluationsberichte

Die Wirkungen des MUS-E Programms werden laufend wissenschaftlich untersucht. Siehe z. B. den Bericht der Pädagogischen Hochschule St. Gallen über mehrere schweizerische sowie zwei liechtensteinische MUS-E Klassen:

> http://mus-e.ch/mus-e/programm

> Download PDF Zusammenfassung des Evaluationsberichts der PH St. Gallen


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